Mrz 312013
 

Hier nun der (kurze) Zwischenbericht oder besser Rückblick der letzten Wochen, wie er schon großflächig angekündigt wurde. Er ist doch etwas länger geworden und der ein oder andere wird feststellen, dass hier mehrere Einträge zu einem verschmolzen sind. Ging leider nicht anders, da es momentan doch noch einen ganzen Sack voll zu tun gibt. Sorry, aber durch die Untergliederung mit aussagekräftigen Überschriften kann gern auch flexibel zu den interessanten Stellen gescrollt werden 🙂

Visum

Nach mehrfachem Verschieben der Antragsstellung seitens der kanadischen Botschaft aufgrund der Umstellung auf ein elektronisches Online-Verfahren konnten wir nur etwa 3 Monate verspätet mit der Beantragung beginnen, was uns bzgl. der Zeitplanung mit unserer Organisation Travelworks und dem Abflugtermin 17.04. einige Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat. Aber! Nach einigen langen Abenden des Einscannens von Dokumenten, Ausfüllens von Formularen und Beantwortens der immer wieder gleichen Fragen kam die Bestätigung dann doch schneller als erwartet. Auch wenn meine Bewerbung (Nico) doch noch ein paar Tage länger benötigt hatte als die von Julia – ich glaube ja insgeheim immer noch, dass es am Foto gelegen hat 😉 – haben wir nun das lang ersehnte Dokument vorliegen! Jippie!

Equipment

In der Zeit des Wartens auf die Visumsanträge konnten wir uns dafür mit all den Utensilien eindecken, die noch nicht oder nicht richtig vorhanden waren. Glücklicherweise spielte auch hier wieder der Umstand des Wartens günstig mit rein und somit konnten wir die meisten Artikel im Winterschlussverkauf noch etwas billiger bekommen. Sehr gut! Im Detail waren das unsere beiden Reiserucksäcke (60/70 Liter + jeweils 10 Liter Daypack), eine neue Doppeljacke für jeden, besonders leichte und dennoch warme Schlafsäcke, Unterlagen/Isomatten, wetterfeste Schuhe, funktionale Hosen (die Zip-Variante), Steckdosen-Adapter und diverse andere Kleinteile. Jedenfalls sind wir damit auch hier jetzt bestens gerüstet. Jetzt muss das Zeug nur noch in den Rucksack passen…

Versicherungen und Verträge

Wir haben so gut wie alle Verträge beendet, die wir in Deutschland haben oder noch hatten. Dazu zählt die Wohnung, Handyvertrag (erst zum 2.5.), Versicherungen und so weiter und sofort. Im Gegenzug dazu mussten wir aber auch schon wieder einige neue, notwendige Verträge abschließen, wie die Auslandsreisekrankenversicherung und die Haftpflicht fürs Ausland, die wir beim Testsieger –  der HanseMerkur – abgeschlossen haben. Die HanseMerkur war zwar nicht der billigste Anbieter, dafür hat die ausgewählte Versicherung sehr viele Leistungen mit dabei und keine Selbstbeteiligung, was uns wichtig war. Andere wichtige Abschlüsse, wie SIM-Card für das Handy oder ein kanadisches Bankkonto, machen wir dann vor Ort unter der Anleitung von Travelworks im Rahmen des Info-Workshops während der ersten zwei Tage in Vancouver.

Letzter Auftritt mit Metalhead und Tod des Michael Monstör

Dann begann am 8.3. in Marienberg auch schon der Abschiedsmarathon für uns als ich das letzte Mal in meiner Gastrolle als „Michael Monstör“ bei der Heavy Metal Coverband Metalhead Or What? auf der Bühne stehen durfte. Die Spielzeit als letzte Band um 01:00 Uhr war jetzt nicht unbedingt ideal, dennoch war es meiner Meinung nach ein gelungener Auftritt. Vielen Dank an die Jungs von Metalhead, mit denen ich wieder riesengroßen Spaß am Musizieren hatte, und an alle, die anwesend waren, um mit uns den Glamrock wieder aufleben zu lassen. Stay true \m/ (the metalhorns) R.I.P. Mister Michael Monstör!

Letzter Arbeitstag

Kurze Zeit später folgte dann am 19.3. der nächste Abschied. Mein letzter Arbeitstag bei forcont. Auch hier möchte ich mich nochmal bei allen Kollegen für den herzlichen Abschied und die tollen Mitgaben bedanken. Wir werden hier weiter über deren Einsatz berichten 😉 In den vergangenen 6 Jahren und 5 Monaten, in denen ich im Unternehmen war, konnte ich extrem viel lernen und wichtige Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen der Informatik und Geschäftswelt sammeln. Doch das ist noch nicht alles. Eine ganze Reihe netter, guter Menschen durfte ich außerdem noch kennenlernen. Das ist toll und wir sehen uns auf jeden Fall wieder!

Behördengänge und Arztbesuche

Weiter ging es dann mit dem behördlichen Wahnsinn. Es wurde ein internationaler Führerschein beantragt, Termine auf dem Arbeitsamt abgehalten, Abmeldungen auf dem Bürgeramt durchgeführt, sämtliche Impfungen beim Hausarzt aufgefrischt und einige Baustellen im Zahnbereich beseitigt. Unser Zahnarzt gab sich relativ schnell als großer Kanada-Fan und -kenner zu erkennen und somit wurden die Behandlungen teilweise zum Plausch, wobei das mit offenem Mund als Patient nicht immer so einfach ist 🙂

Wohnung und Flugdaten

Letzte Woche haben wir dann auch begonnen den Inhalt unserer Schränke sinnvoll in Kartons zu packen. Dementsprechend sieht es auch in unserer Wohnung aus. Kisten über Kisten, aber es wird ja bald weniger (hoffentlich). Ein Teil wird bei den Eltern untergebracht, der anderer Teil dann eingelagert, da die Wohnung ja bereits gekündigt ist. Flugdaten und Informationen zu den Mitreisenden wurden uns auch vor Kurzem zugestellt. Es geht am 17.4. um 06:05 Uhr los und dann von Leipzig über Frankfurt nach Vancouver. Mit uns im Flugzeug werden ca. 30 weitere Traveller unserer Organisation sitzen. Vermutlich alle die, die schon seit November vergeblich auf ihr Visum gewartet haben. Eine gute Basis um schon mal erste Kontakte zu knüpfen. Dass wir allerdings das gelbe Travelworks-Erkennungsarmband anlegen werden, bezweifle ich stark.

Auto und Osterwasser

Ja, und nun ist Ostern und der März auch schon wieder vorbei. Heißt, in 17 Tagen geht es los – aaaahhhh! Es wird noch eine ganze Menge zu erledigen geben, aber das Ziel ist in Sicht und im Bewusstsein rückt der Trip jetzt auch erschreckend näher. Dabei sind die ganzen ToDo’s doch eine gute Ablenkung, um nicht gänzlich die Nerven zu verlieren. Da das Wetter hier im Erzgebirge zu Ostern eher einem Wintermärchen gleicht, hatte ich Zeit mein Auto für den geplanten Verkauf vorzubereiten. Mann, sah die Karre aus, aber jetzt blitzt und glänzt sie fast wie neu. Auch dies Aktion fällt für mich in die Kategorie Abschied, da mein kleines Gefährt jahrelang ein treuer Begleiter war. Tschüssi Punto! Weil das aber noch nicht genug ist und so ein bisschen Wetter doch keinen echten Erzgebirgler umhaut, waren wir heute Morgen zu dritt traditionsgemäß auch wieder Osterwasser holen, um uns von all den Altlasten reinzuwaschen und (noch) schöner zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Weihnachten und wir sehen uns dann auf der Abschiedsparty in Olbernhau nochmal oder bei einem persönlichen Besuch oder dann halt online wieder hier!

LG,
Nico

 

„Ich habe keine Angst vor Sasquatch, ich denke nur, wir sollten alle auf der Hut sein!“