Nov 062013
 

So, da sind wir wieder und möchten an dieser Stelle gern an unseren letzten Artikel anknüpfen, da der Ostküsten-Trip in den USA noch nicht ganz beendet war…letztes Ziel: …

Niagara Falls (gesprochen in EN = Neihjägra Forlls 😉

Die Niagarafälle sind nicht umsonst so bekannt und absolut beeindruckend – am Tag bei Sonne und Regenbögen oder auch bei Nacht durch die bunten Anstrahlungen. Einfach spitze wieder. Zur Frage, welche Seite jetzt die Schönere ist – USA oder Kanada – müssen wir ganz klar für unsere Kanadier stimmen, da der Blick von Kanada aus auf beide Teile der Fälle – die amerikanischen „American Falls“ und die kanadischen „Horseshoe Falls“ – einfach viiiiiiieeeeeel besser ist. Auch die Hotels sind hier auf kanadischer Seite günstiger, was eigentlich nicht typisch ist, aber das liegt vermutlich an dem „kleinen Las Vegas“, das Kanada hier aufgebaut hat. Gruselhäuser, Hotels und Wachsfigurenkabinets so weit das Auge reicht. Das hätten wir nicht erwartet. Wer die Fälle von USA-Seite aus erleben möchte, kann aber auch zu Fuß über eine große Brücke einreisen. Das geht relativ problemlos. Die berühmte Bootstour „Maid of the mist“, welche direkt voll und ganz ins Auge der hufeisenförmigen Fälle Kanadas fährt, kann man von beiden Länderseiten aus machen und können wir auch nur empfehlen. Da bleibt kein Auge trocken 😉

Oktoberfest Kitchener / Waterloo

Nach Niagara haben wir noch zwei Bekannte aus Deutschland – Torben und Isa, die wir in BC kennengelernte hatten, in Dunnville besucht, um anschließend das in Kitchener und Waterloo tobende „German“ Oktoberfest zu besuchen. Dort angekommen, mussten wir leider feststellen, dass es nicht wie bei uns nur eine große Festmeile gibt, sondern alle Festzelte ziemlichverteilt in den beiden Städten liegen und der Shuttle-Bus die einzige Verbindung ist. Da das Parken an den Veranstaltungsorten auch über Nacht erlaubt ist bzgl. „Don’t drink and drive“, konnten wir diesen Vorteil auch für uns als nächtliche Ruhestätte nutzen. Jedenfalls hatten wir uns schlussendlich für den „Alpen-Club“ entschieden und was es dort zu sehen, essen, trinken und erleben gab, war einfach unglaublich. Bratwurst, Kohlroulade, Schnitzel, Apfelstrudel, Bier nach deutscher Brauart, eine ur-bayrische Band, Schuhplattler, Ententanz und „ein Prosit“ standen auf der Tagesordnung. Es war ein Stück Heimat inmitten von Kanada und echt ein tolles Erlebnis, dieses „größte Oktoberfest außerhalb Deutschlands“!

WWOOFing in Stratford (dem Heimatort von Justin Bieber ! 🙂

Die Wege von Martin und uns hatten sich bereits in Kitchener getrennt, da Martin nun auf einer Fleischfarm in der Nähe von London, Ontario wwoofen wollte und auf der Suche nach einem richtigen Job war. Für uns hieß es nach diesem 5-wöchigen Trip durch die USA auch erstmal wieder „ankommen“ und zwar in Stratford zum Wwoofen bei einer zur Ruhe gesetzten Lehrerin und ihrem Sohn auf dem Lande. Das war genau das Richtige jetzt, da es draußen langsam mit Frost und Schnee zu kalt wurde, um noch im Auto zu schlafen und wir uns auf eine sehr ruhige, erholsame Woche freuen konnten. Die Arbeit war nicht zu hart und bestand im Wesentlichen daraus, den Gemüsegarten von Carol (unser Host, die Lehrerin) winterfest zu machen, sprich wieder Unkraut zupfen, verblühte Pflanzen beseitigen, Beete mulchen, letzte Gemüse und Kräuter pflücken und die Werkzeuge sowie Schuppen säubern. Mit dieser Arbeit waren wir als „echte“ Deutsche viel eher fertig als Carol geplant hatte, weshalb wir die letzten Tage noch mehr Zeit für Unterhaltungen mit Carol, Town-Tours nach Stratford und einen Musical-Besuch zu „Fiddler on the roof“ hatten. Wer es vielleicht nicht weiß (so wie wir davor), Stratford hat ein relativ bekanntes „Shakespeare Theater Festival“ jedes Jahr und Stephen (Sohn von Carol) hatte uns kostenlos Karten für das Musical besorgt. Es war einfach super gut. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an Stephen! (Enjoy your trip to Europe and maybe to Leipzig 😉

Halloween in Plymouth, Michigan bei Sandro und Nancy

Eine Woche Wwoofen waren schnell vorbei und dieses Jahr wollten wir mal ein richtig amerikanisches Halloween mitmachen. Da zwei Freunde aus dem Erzgebirge – Sandro und Nancy – vor zwei Jahren job-bedingt nach Plymouth in Michigan gezogen waren und das nun nicht mehr allzu weit weg war, mussten wir nun einfach unser Versprechen an die Beiden einlösen und sie besuchen. Als wir an dem schönen, kleinen Häuschen von unseren Freunden ankamen, waren schon einige Häuser in der typisch amerikanischen Vorstadtstraße, wo sich das Heim von Sandro und Nancy befindet, im „Grusel-Style“ geschmückt. Einen herzlichen Empfang und ein paar „arzgebärg’sche“ Floskeln später fanden wir uns mit ein paar Erfrischungsgetränken 😉 auf der Couch wieder, um dort bis in die Nacht hinein Erlebnisse und alte Erinnerungen auszutauschen. Sehr schön! Es folgten in den nächsten Tagen noch einige Besuche der Stadt Plymouth, des örtlichen Museums über die Geschichte der Stadt, Henry Ford und Abraham Lincoln, des nah gelegenen Pubs, der Arbeitsstelle der Beiden – Frauenhofer USA für Laserschweißen (abgefahren!) und schließlich das Candy-Verteilen an verkleidete Kinder sowie die Halloween-Party im Studentenhaus. Auch das war alles wieder sehr schön und es ist schon krass, wie viele Deutsche bzw. Leute aus Sachsen es dort überall so gab 🙂

Jedenfalls sind wir jetzt schon mehr als eine Woche hier und schmarotzen uns durch, was bald ein Ende haben muss. Nancy und Sandro scheint es nicht zu stören, wofür wir euch seeeeehr dankbar sind (Danke!), aber trotzdem muss so langsam mal was Eigenes und ein bezahlter Job her. Deshalb haben wir etwas im Internet recherchiert und nun für kommenden Donnerstag, quasi morgen, 5 Termine zur Wohnungsbesichtigung in Toronto – unserem Winterhauptquartier – arrangiert. Von dort aus wird dann ein Job gesucht.

Hoffen wir mal, dass das alles so klappt und wir uns dann demnächst wieder aus Toronto schreiben, lesen oder auch hören!

Viele Grüße an Euch alle, wir denken hin und wieder schon auch mal an euch 😉

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